Internetradio – Auswahl des Streamingclients

Nun sind schon wieder ein paar Tage vergangen und es hat sich tatsächlich auch etwas getan.
Auf dem EeePC läuft inzwischen Linux Mint und ich spiele ständig mit dem System und lasse mich von meinem Projekt ablenken. 🙂
Ein wenig bin ich aber doch weiter gekommen. Die Auswahl des geeigneten Streamingclients ist nun bei mplayer angelangt. Ich kann damit alles abspielen was ich benötige. Selbst der Stream meines Lieblingssenders aus Athen klappt damit. Und besonders gut ist, dass mplayer auch in einer Version ohne GUI zu haben ist. Die lässt sich dann gut per Script steuern. Eigentlich kann es nun weiter gehen. In den nächsten Tagen muss ich mich mal nach einer vernünftigen Quelle für einen Raspberry PI umsehen. Seit kurzem gibt es die Revision 2 auch mit 512kb Speicher zum gleichen Preis. Also aufpassen was man bestellt. Teilweise werden einem noch die Boards mit 256kb untergejubelt.

cu …
Thomas

WLAN Konfiguration unter Linux ohne Desktop

Für die vorhin beschriebene Testumgebung zum Projekt ‚Internetradio‘ musste ich mir in meinem System die automatische WLAN Verbindung konfigurieren. Nach ein wenig Recherche im Internet habe ich mir alle nötigen Informationen zusammen getragen und möchte hier nun eine kurze Beschreibung abliefern. Vielleicht ist es für den einen oder anderen auch nützlich.

Meine Beschreibung bezieht sich auf Debian squeeze, die aktuelle stable Version. Zu Beginn muss das Paket ‚wpasupplicant‚ installiert sein. Ebenso der WLAN Treiber für den EeePC901. Der befindet sich im Paket ‚firmware-ralink‚ und wird über apt-get gleich richtig installiert. Alles nachfolgende muss mit Root-Rechten ausgeführt werden.

Die Netzwerkdevices werden bei Linux während des Bootvorgangs aktiviert. Dabei wird die Datei /etc/network/interfaces abgearbeitet. Dort steht mit welchen Eigenschaften welches Device zu starten ist. In unserem Fall ist das WLAN fest verbaut. Wir machen also folgenden Eintrag in der Textdatei:

auto wlan0

In der nächsten Zeile wird das Device wlan0 noch konfiguriert. Also auto wlan0 startet das eingebaute WLAN und in der Konfigurationszeile wird festgelegt was das Device machen soll:

iface wlan0 inet dhcp

Hier steht also das Interface wlan0 soll eine Verbindung ins Internet aufbauen und sich dort über den DHCP Server (der ist üblicherweise im Router aktiviert) eine IP Adresse und die Adresse des DNS geben lassen.

Logischerweise muss das Interface wlan0 auch wissen welches WLAN gemeint ist. Das müssen wir ihm auch noch sagen. Mit folgender Zeile:

wpa-ssid NETZWERKNAME

Netzwerke die über WLAN verfügen sind (in der Regel) mit einem Passwort abgesichert. Die sog. Passphrase müssen wir zur automatischen Anmeldung auch noch angeben. Um auf Nummer Sicher zu gehen können wir das Passwort für unser WLAN hier noch verschlüsselt ablegen. Mit dem Befehl ‚wpa_passphrase‘ geht das automatisch. Das System generiert uns einen verschlüsselten String den wir an Stelle unseres Passworts in unsere Datei ‚Interfaces‘ eintragen. Das System weiss dann später, dass es statt dieses Strings eben unser Passwort senden muss. Damit ist auch unser Passwort versteckt. Hierzu geben wir ein:

wpa_passphrase NETZWERKNAME

Klar müssen wir ‚wpa_passphrase‘ sagen in welches WLAN wir rein wollen. Hier ist genaue Schreibweise zu beachten. Sonst klappts nicht. Also auch auf Groß-/Kleinschreibung achten!!

Auf der Konsole ist dann zu lesen:

# reading passphrase from stdin

Hier ist das Passwort für den WLAN-Zugang einzugeben. Das Programm gibt dann folgendes zurück:

network={
ssid=“NETZWERKNAME“
#psk=“NETZWERKPASSWORT“
psk=GENERIERTER STRING}

Man bekommt den Netzwerknamen und das eingegebene Netzwerkpasswort angezeigt. Am Ende kommt ein sehr langer String. Dieser String ist dann das Passwort, welches wir in unserer Datei ‚interfaces‘ eingeben müssen.

Unsere /etc/network/interfaces bekommt also folgenden Eintrag. Hier nochmal komplett gezeigt:

auto wlan0
iface wlan0 inet dhcp
wpa-ssid   NETZWERKNAME
wpa-psk    GENERIERTER STRING

Um die Datei /etc/network/interfaces nur mit Rootrechten lesen bzw. ändern zu dürfen stellen wir hier noch die Rechte ein. Natürlich geht das auch nur als Root.

chmod 0600 /etc/network/interfaces

Beim nächsten Booten des Systems müsste sich der Rechner automatisch ins WLAN einhängen. Sollte auf dem System eine grafische Desktopumgebung vorhanden sein, darf das WLAN dort nicht noch einmal eingerichtet werden. Ich denke eh, dass es im Desktop wesentlich komfortabler ist als in der Konsole. Aber es gibt eben Anwendungen die auf einen Desktop verzichten und dann geht man eben diesen Weg.

cu …
Thomas

 

Internetradio – Machbarkeitsstudie

Wie im vorherigen Artikel geschrieben treibt mich die Idee mir ein Internetradio zu bauen. Heute möchte ich von der Machbarkeitsstudie berichten die hier gerade läuft.

Bevor ich mir den Raspberry PI kaufe möchte ich mir die Konfiguration wie ich sie mir vorstelle auf vorhandener Hardware unter Linux testen. Hierzu dient mir ein ungenutzter Asus EeePC901 und als System die aktuelle Version von Debian.

Mangels eines Laufwerkes habe ich Debian von einem .iso Image auf einem USB Stick installiert. Ging auch sehr schnell und ohne Hänger. Auf eine Desktopumgebung habe ich verzichtet. Der EeePC bootet also direkt in eine Shell und hier soll auch mein Versuch laufen.
Wichtig war mir noch, dass sich der EeePC beim Booten automatisch ins WLAN einloggt und ich in der Konsole Zugriff auf das Internet bekomme. Selbstverständlich auch als ’normaler‘ User ohne Rootrechte.

Zu Debian ist noch zu sagen, dass sich die Distribution auf verschiedene Repositorys verteilt. D.h. die Repositorys sind große Softwarearchive die die nötige Software zur Installation und zum Betrieb eines Debiansystems vorhalten. Dazu zählen die nötigen Kernelsourcen, kompilierte Kernel, Treiber, Systemtools, Programme, Desktopumgebungen etc.
Je nach verwendeter Lizenz landen die Daten in unterschiedlichen Repositorys.  Diese sind:

main – Software die unter der freien GPL läuft
contrib – Software die zwar frei ist, aber weitere Software benötigt die nicht frei ist
non-free – Software die zwar verteilt werden darf, aber keiner freien Lizenz unterliegt

Da ich auf meinem EeePC für das WLAN einen Treiber von RaLink benötige musste ich auch auf das non-free Repository zugreifen. Einen passenden Treiber unter der GPL habe ich leider noch nicht gefunden. Mein Bestreben geht aber dahin, mein Internetradio gänzlich mit freier Software zu gestalten. Wenn ich mich recht entsinne gibt es für den geplanten WLAN Dongle zum Raspberry PI auch einen freien Treiber. Hierzu muss ich auch mal klären ob der MP3 Codec inzwischen frei ist …

Nach der Installation des Systems und ein paar üblichen Konsoleeinstellungen die ich nie missen möchte ging es an die WLAN Konfiguration. Hierüber kommt gleich noch ein extra Beitrag. Soviel vorweg. Es hat auf Anhieb funktioniert. 🙂
Als Soundsystem kommt Alsa zur Anwendung. Auch hier waren die Pakete mit apt-get schnell eingespielt. Als Player in der Konsole teste ich gerade mpg123. Man stelle es sich so vor. In einer Konsole läuft der AlsaMixer zum Regeln der Lautstärke und in einer zweiten Konsole starte ich mpg123 mit dem Link zum Radiostream den ich hören möchte. Funktioniert 🙂

Sehr komfortabel ist das ganze noch nicht. Vor allem muss ich derzeit noch die Streams per Hand beim Aufruf von mpg123 übergeben. Später sollte das alles schön aus einem Skript heraus gesteuert werden. Auch habe ich bisher nur einen Shoutcast Stream laufen. Wie ich z.B. den Stream meiner Lieblingsradiostation ERT Kosmos93.6 an mpg123 übergeben bekomme weiß ich noch gar nicht. Dabei handelt es sich um einen .asp Aufruf. Hier muss ich noch etwas forschen ob das mit der Lösung klappt oder ob ich hier evtl. noch auf andere Clients zurück greifen muss.

Ok. Soweit sieht es schon sehr vielversprechend aus. Ich werde am Ball bleiben 🙂

cu …
Thomas

Projekt: Internetradio

Schon lange spuckt mir so ein Internetradio im Kopf herum. Ich höre viel Musik über dieses Medium auf meinem MacBookPro, iPad und iPhone. Eine Standalonelösung habe ich mir aber bisher noch nicht gekauft. Wie in einem vorherigen Beitrag geschrieben hatte ich ja geplant eine Stereoanlage mit dieser Funktionalität zu kaufen. Aber wegen dem mangelnden Kopfhöreranschluss wird  da erstmal nichts draus. Danke Sony!

Wie gesagt. Schon lange überlege ich mir so ein Radio selber zu bauen. Es gibt hier eine Website wo ein Bastler sein Radioprojekt vorstellt. Für mich ist das aber etwas zu aufwändig und zu stromfressend. Auch wenn es wirklich toll geworden ist. Der Erbauer hat in dem Gehäuse ein Motherboard mit allen nötigen Komponenten verbaut. Das macht das Gerät natürlich auch entsprechend groß.

Da es aber in der Zwischenzeit in ausreichenden Stückzahlen den Raspberry Pi gibt, wäre dies doch die ideale Basis für so ein Projekt.

Meine Pflichtenliste für das Gerät wäre:
– Einfaches einbinden ins LAN via WLAN
– Einfache Wartung der Software
– Linux
– LCD Display mit reichlich Informationen nicht nur zur gehörten Musik
– Anschluss via LineIn an die Stereoanlage
– Standalone Verwendbarkeit durch integrierten Audioverstärker (mit Röhren 🙂 )

Das wäre schon mal was. Ich glaube, ich greif das mal an. Werde hier vom Verlauf berichten.

cu …
Thomas

Simply Red – Picture Book

Heute habe ich nach langer Zeit die CD ‚Picture Book‘ von der britischen Gruppe ‚Simply Red‘ aus dem Regal geholt.

Diese Mischung aus Reggae, Funk, Soul und Jazz ist mal wieder eine sehr erfrischende Abwechslung zur derzeit aktuellen Musik. Ich hatte lange nicht mehr an diese Gruppe gedacht, bis ich heute zufällig bei Youtube über ein Video gestolpert bin. Ich kann mich noch gut an das Erscheinungsjahr 1985 erinnern. Damals hatte ich mir das Album noch auf Vinyl gekauft. Leider haben aber meine Musikbestände auf Vinyl andere Besitzer gefunden und heute kommt die Musik aus der digitalen Konserve. Macht nichts. Denn die Vielseitigkeit, die Dynamik und die Atmosphäre dieses tollen Albums ging nicht verloren. Ich kann das Album nur jedem ans Herz legen.

Auf der Suche nach einer neuen Stereoanlage – Unglaublich!

Momentan bin ich auf der Suche nach einer Stereoanlage. Ich habe nicht die großen HighEnd Ansprüche. Es sollte ein ordentliches Gerät sein mit Lautsprechern aus Holz und mir
– Internetradio
– DAB+ wäre schön
– Port für das iPhone bzw. iPad
bieten.

Bei meiner Suche bin ich auf die Kompaktanlage CMT-MX550 von Sony gestoßen.


Sieht schön aus, hat alles was ich mir wünsche und es gibt das Gerät bei Amazon sogar zu einem recht moderaten Preis. Aber was muss ich feststellen bei der näheren Betrachtung? Ihr werdet es mir nicht glauben, aber leider ist es wahr und bei näherer Betrachtung auch nicht zu übersehen. Es fehlt ein Kopfhöreranschluss!!
Also liebe Entwickler von Sony. Wie könnt Ihr so etwas wichtiges vergessen? Natürlich ist dies für mich ein k.o. Kriterium. Einfach unglaublich und enttäuschend. Für mich ist es sehr wichtig, dass ich hin und wieder den Kopfhörer nehmen und in die Musik abtauchen kann. Es ist mir einfach unverständlich. Übrigens habe ich bei meiner Suche dann noch mehr Hersteller gefunden die Anlagen ohne Kopfhöreranschluss verkaufen.

Ich will jetzt hier aber nicht ins Jammern verfallen. Dann werde ich halt auf die Internetwiedergabe und DAB+ verzichten und mich für eine Yamaha Anlage der Pianocraft Serie entscheiden.

cu …
Thomas