Ich bin dann mal offline – Christoph Koch

Nein. Ich werde jetzt nicht offline gehen. Dazu bin ich viel zu sehr mit dem Netz verbunden und habe auch gar keine Lust darauf zu verzichten. Aber trotzdem fand ich den Buchtitel ‚Ich bin dann mal offline – Ein Selbstversuch‘ von Christoph Koch interessant. Nachdem ich vor etwa einem halben Jahr ein telefonisches Interview auf Bayern 3 mit dem Autor gehört habe wusste ich, ich muss dieses Buch lesen.

Dieses in Tagebuchform geschriebene Buch habe ich als eBook gelesen. Es ist auch in einer gedruckten Version erhältlich.

Der Autor nimmt zu Beginn des 40 tägigen Selbstversuchs seinen PC vom Netz, schaltet sein Handy aus und sperrt es weg.

Während dem Lesen der in Tagebuchform geschriebenen 40 Tage erfährt man viele Dinge aus dem Dunstkreis der vernetzten Gesellschaft und bringt uns mal wieder einen Blick über den Rand des Monitors hinaus.

Man kann lesen, was es mit Phantomvibrationen auf sich hat, wie es ist wenn man plötzlich merkt, dass alle Adressen und Telefonnummern im Handy gespeichert sind welches nicht mehr zur Verfügung steht, wie brachialisch China internetsüchtigen Menschen ‚hilft‘ und ob Amish wirklich keine Computer und Handys haben.

Das Buch ist wirklich in einer sehr lockeren unterhaltsamen Weise geschrieben und im Laufe des Lesens ist man doch dazu geneigt vielleicht selber einen Selbstversuch zu starten oder wenigstens hin und wieder einen internet- und handyfreien Tag zu planen. Das Buch zeigt, dass es noch viel mehr gibt als sich vom Netz und sich vom Handy beherrschen zu lassen und lässt eine zunehmend einziehende Entspanntheit und Gelassenheit beim Autor erleben.

Für mich ein absolut empfehlenswertes Buch.

Verlag: Blanvalet Verlag (22. Juli 2010)
ISBN-10: 3764503742
ISBN-13: 978-3764503741

cu…
Thomas

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